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Autor Thema: Wie entstanden die ersten Fotos?  (Gelesen 3318 mal)
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Pady
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« am: 20. Oktober 2011, 21:27:26 »


Eine erstaunliche Entdeckung

Die Geschichte beginnt vor ca. 2400 Jahren, als der berühmte griechische Philosoph Aristoteles lebte. Während einer Sonnenfinsternis saß er unter einem Baum und beobachtete das Schauspiel. Als sich der Mond vor die Sonne schob und der Tag zur Nacht wurde, machte er eine erstaunliche Entdeckung: Durch ein kleines Loch in einem Blatt drang Licht bis auf den Boden und bildete dort das Bild der Sonne ab. Er war begeistert von dem was er sah, aber verstehen konnte er es nicht.



Licht-Bilder im Kasten, aber falsch herum

Ungefähr 1000 nach Christus, also etwa 1500 Jahre später, bastelte der arabische Naturforscher Ibn al Hatham einen Kasten aus Holz, der im Inneren ganz dunkel war und nannte ihn Camera Obscura – dunkle Kammer. Ibn al Hatham bohrte vorne in den Kasten ein kleines Loch. Dann sägte er aus der Rückwand des Kastens ein viereckiges Stück heraus und klebte ein Blatt weißes Papier über das ausgesägte Loch. Erstaunt stellte er fest, dass auf diesem weißen Papier ein Baum abgebildet wurde. Wo kam der her? Er entdeckte den echten Baum vor seiner Camera Obscura. Etwas war allerdings komisch: Der Baum stand auf dem Kopf, und alles war verkehrt herum. Dummerweise war das Bild auch ziemlich dunkel, so dass man kaum etwas erkennen konnte. Rätselhaft, dachte er. Wie ist das möglich? Auch er verstand es nicht.


(Dieses Bild wurde mit einer Camera Obscura aufgenommen)





Endlich gedreht: ein Spiegel muss rein!

Erst der große Künstler und Forscher Leonardo Da Vinci hat 500 Jahre später verstanden, wie die Camera Obscura funktioniert, wusste aber auch nicht, wie man das Bild wieder richtig herum drehen kann. Im Laufe der nächsten Jahrhunderte fanden die Menschen jedoch endlich eine Lösung: Sie nahmen einen Spiegel, bauten ihn schräg in die Kamera hinein, und so wurde das Bild wieder richtig herum angezeigt.
Von nun an wurde die Camera Obscura von Künstlern und Architekten zum Zeichnen benutzt. Sie malten das Bild, das auf dem weißen Papier zu sehen war, einfach nach. Auch wenn die Menschen viel darüber nachdachten, wie es wohl möglich sein könnte, dass das Bild auf dem Papier haften bleibt, blieb es zunächst ein Rätsel.



Und wann kam das Licht-Bild aufs Papier?

Um der Lösung auf die Spur zu kommen, machen wir noch einen großen Sprung in das Jahr 1826. Zu dieser Zeit reiste Fox Talbot, ein englischer Wissenschaftler, durch Italien. Mit Hilfe der Camera Obscura machte er dort Zeichnungen von der wunderschönen Landschaft. Er fragte sich, ob es wohl möglich wäre, Licht-Bilder dazu zu bringen, sich für immer dem Papier einzuprägen? Fox Talbot machte das Papier mit Wachs durchscheinend und mit Hilfe einer besonderen Mischung aus Salz und Wasser schaffte er es, dass das Licht-Bild im Papier aufbewahrt blieb.



Die Geburtsstunde der Fotografie

Ungefähr zur selben Zeit machte der Franzose Nicéphore Nièpce eine ähnliche Erfindung. Von ihm stammt auch die erste richtige Fotografie der Welt. Kurze Zeit später schaffte es der französische Maler Daguerre die Erfindung von Nièpce so zu verbessern, dass sie von jedermann gebraucht werden konnte. Im Jahre 1839 verkaufte er seine Idee an die französische Regierung. Das war die Geburtsstunde der Fotografie!


Quelle: http://knipsclub.jff.de
« Letzte Änderung: 21. Oktober 2011, 08:20:23 von Pady » Gespeichert
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